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Einblicke und Ausblicke
November 15. 2007
… ob wir Ihn benennen oder nicht… liegt an uns… dadurch ändern wir die Eine und Ewige Allmacht Gottes nicht…

… Ihn zu suchen und zu verehren ist unserer Natur zu eigen…

… Ihn in den Gesetzmäßigkeiten unserer jeweiligen Welt zu suchen… ist legitim…

… Ihn in uns zu suchen… ist normal…

… Erkenntnisse aus unserer Suche und dem naivkindlichen Streben… dem frommen und ehrlichen Eifern in Andacht und Ehrfurcht vor der Einzigen Allmacht… vor Ihrer Schöpfung… vor der Welt… vor unserer Umwelt und der Natur… vor uns und unseren Mitmenschen… im täglichen Umgang…
… sind Bausteine unserer persönlichen Seelenentwicklungen... und unserer Weiterentwicklungen als irdische Einzelwesen… und Teile der gesamten Entwicklung aller Menschen…



… wie wir im allgemeinen Umgang aller Menschen und Gruppen und Nationen allgemeinverbindliche Regeln und Gesetze finden und formulieren können und müssen… um uns nicht selbst zu vernichten… uns dahingegen aber weiterentwickeln und vervollkommnen zu können… weil wir alle in Abhängigkeiten voneinander sind…



… so bleiben die Entwicklungen unserer uns ureigenen Seelen doch unser privater Freiraum…

… hier entstehen die inneren Werte… die unveräußerlichen… die Früchte unseres Seelengartens… die letztlich nur uns nützen oder nicht nützen können… laut Überlieferungen wird keine Seele übervorteilt werden… und keine Seele wird die Last einer anderen tragen können oder gar müssen… dereinst…

… menschlichen Gemeinschaften und Einzelmenschen… die sich auf diese philosophischen Überlieferungen berufen… oder nicht berufen… ist es daher nicht gegeben… von einzelnen Menschen… egal welcher Herkunft oder welcher Zugehörigkeit… diesbezüglichen Gehorsam zu verlangen… und sich in die persönlichen Seelenentwicklungen einzumischen…

… versuchen sich doch einzelne Menschen und Gruppierungen oder Gemeinschaften einzumischen… versuchen sie zudem noch Druck auszuüben und zu weisen und zu unterdrücken… so widersprechen diese Forderungen in den Seelenbereich jedes Einzelnen… gerade allen religiösen Forderungen der Reinheit der Lehre nach…



… zudem verlangt die Charta der Menschenrechte… Glaubens- und Religionsfreiheit…

… und diese Forderung beinhaltet auch die Freiheit der Gläubigen gerade innerhalb… und dann auch der `Ungläubigen` außerhalb… jedweder Religionsgemeinschaft…

… und dieses Recht ist einklagbar…

… verstößt eine irdische Gemeinschaft… auch eine Staatengemeinschaft… gegen das Recht auf Glaubens- und Religionsfreiheit… verstößt sie gegen das Recht der Charta… und dieser Verstoß gehört vor den Garanten der Charta… vor die Vereinten Nationen…

… verstößt eine religiös eingebundene Gemeinschaft gegen das Recht auf Glaubens- und Religionsfreiheit… so widerspricht sie der Reinheit der Lehre… und begibt sich dafür in die Zuständigkeit `irdischer` Gerechtigkeit… weil diese religiös eingebundene Gemeinschaft selbst die vorgeschriebene Freiheit ihrer Mitglieder beschneidet…





… Menschen… die selbst in einem religiösen Umfeld leben… nahe stehend oder gar zugehörig sind… sich selbst so sehen und empfinden… sind wie in einem großen Raum… den ich Kirche nennen möchte…

… der Blick in der Kirche scheint der klarste zu sein… den der Innenstehende haben kann… natürlich abhängig vom Licht und der Freiheit in der Kirche…

… der Blick nach draußen ist fast immer gefärbt… durch die bunt eingelegten Fenster des Heiligtums… des Gotteshauses… der Kirche oder der Synagoge… der Mosche oder des Tempels… des Raumes für die gemeinschaftlichen Andachten und Versammlungen… häufig sind die Fenster auf Augenhöhe klein… oder schlichtweg nicht vorhanden…

… diese Sichtabschottung wird gesteigert durch Geräuschdämpfung oder gar Schallisolierung…

… Laute… Klänge und Worte… in diesen in sich geschlossenen `Blasen` werden so hervorgehoben und eindringlicher… seien es die Stimme des Predigers… die gemeinschaftlichen Gebete… das Erklingen von Musik… des Gesanges… des `feierlichen` Musizierens von Orgel… Schalmei… Trommel…

… `Wohlgerüche` werden produziert…

… Stimmungen werden erzeugt…



… Stimmungen werden erzeugt… die beeinflussen können… in diesen Lebensräumen… die… wenn wir uns jetzt hinterfragen… auch geschickt und gekonnt… in anderen Lebensbereichen… neben den konfessionellen… eingesetzt werden können und werden… je nach Lage, Zweck oder Bedürfnis… der Veranstalter…

… solche Veranstaltungen können sich ergeben… in Parlamenten… in Schul- und Universitätsräumen… Aulen und Klassen… in Discos oder Opern… Museen oder Schwimmbädern…

… solche für Versammlungen und Ausstellungen hergerichteten Räumlichkeiten… bekommen eine `Macht`… die sich auch auf das Bewusstsein des vereinzelten Besuchers auswirkt… Schulen… Kirchen… Moscheen… Tempel… Synagogen… Parlamente… Theater… Kaufhäuser... Schönheitseinrichtungen…



… der Blick innerhalb all dieser angeführten Bereiche ist vielen Nutzern wie verklärt… beeinflusst durch die Bedeutsamkeit… die diesen Bereichen zugeteilt ist… dazu kommen die Stimmungsmacher wie Geruch, Klang, Gemeinschaftserleben, Betonung des eigenen Ichs des und der Erlebenden… Wichtigkeiten und Wahrheiten können sich zeigen… ergeben… erzeugt werden…

… und ist der Blick bereits nach innen gerichtet… so fällt der eingeschränkte oder gar fehlende Ausblick nach außen kaum noch auf… soll zumeist auch nicht mehr ablenken… Konzentration fordern… Konzentration fördern…





… draußen ist weit ausgeklammert… Kommunikation findet nach innen statt…

… blickt man doch raus… wenn man dazu willens und fähig ist… erblickt man kaum das Gesuchte… das sich allzu häufig außer- und unterhalb des eingeschränkten und bunt eingelegten und verfärbten Blickwinkels befindet…

… und sieht man dann doch aus dem eigenen Tempel… irgendwann und irgendwie… den anderen Tempel… die Kirche… die Synagoge… die Moschee…

… ist der eigene Standpunkt zumeist auch ein entfernter…
… kein naher und dichter auf die Strukturen und Zusammenhänge… des Gegenübers… sondern man sieht nur grob das Ganze… verschmolzen und abgeschottet hinter den Mauern und Kuppeln des anderen Gebäudes…



… was geht da vor… auf der anderen Seite ist ein Mensch… ein Augenpaar…

… der Blick beider ist eingeschränkt… innerlich vielleicht gar noch durch die Stimmungsmache der jeweils eigenen Seite… äußerlich eingeschränkt durch Fenstergröße und -lage im eigenen Bauwerk… durch Glasbeschaffenheit und Einfärbung… durch die räumliche Entfernung…

… jeder Beobachter sieht daher den jeweils anderen kaum richtig…

… ergeben sich Gespräche… im Großen dann gerne interkulturelle und interkonfessionelle Dialoge genannt… und ist jede Seite auch `gutwillig`… so sieht man regelmäßig zu schnell über die wichtigen Einzelheiten hinweg…

… richtig ist… dass zu häufig und zu schnell pauschale Vorurteile entstehen…

… beide Dialogpartner sind bereits mit der klaren Sicht und Darstellung ihrer eigenen Seite überfordert…

… dem Fremden bieten sich nur geschönt verfärbte Bilder… die er… wenn sogar durchaus wohlmeinend… zu schnell auf- und übernimmt…



… und dann können solche Sichtweisen entstehen…

… für viele Muslime ist der Papst das Oberhaupt der Christenheit…

… für viele Christen ist Osama ein ganz großer Islamgelehrter…

… der Dalai Lama ist den nicht Buddhisten das Oberhaupt aller Buddhisten…

… George W. ist der oberste Kulturträger der westlichen Welt…

… Buddha ist ein chinesischer Gott…

… … …



… letztlich wird es einfach sein…

… die Menschen werden sich frei als Menschen… als freie Menschen begegnen… vereint in Wissen und vereint unter dem Zwang der Umwelt… zu bestehen und miteinander auszukommen…

… und diese Zukunft… und das… was dann kommt… werden die Charta der Menschenrechte hochhalten und bewahren…

… das anständig Nützliche wird regieren…

… daran glaube ich…