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Ende einer Verleumdung
Dezember 2003
Die Anzahl der lügnerischen Verleumdungen war groß, und die Verleumdungen selbst waren so schwerwiegend und umfassend und öffentlich, dass sie mich in der Dunkelheit hielten… wie begraben…

… auch… wenn irgendwer mir wohl wollte in diesen langen Jahren… ergriff doch kaum ein Mensch für mich Partei… allein gelassen… verlassen… wartete ich eingesperrt durch die Verleumdungen die Zeiten ab… gehen konnte ich nicht, mich nicht in der Öffentlichkeit bewegen… die Verleumdungen beinhalteten Drohungen… so war die Welt zu klein zum Leben in Freiheit… wozu dienten diese Drohungen…

… sie waren versuchter Selbstschutz vor den eigenen Lebenslügen der Verleumdung… mich schlecht zu machen… um sich selbst zu glorifizieren… und die Lebenslügen zu vertuschen… niedrige Beweggründe also… die nach mehr als Dreißig Jahren zerplatzten, weil die Verleumdung sich in ihren eigenen Lügen mehr und mehr verstrickte…

… und ich war schon Vierzig oder Zweiundvierzig… und Neun… und schon wieder Fünf Jahre… als die Phalanx des Lügengebildes zerplatzte…

… hasste ich… nicht mehr… Er ist mein Zeuge… Er wird richten… irgendwann… wird sich die Verleumdung rechtfertigen müssen…
… ob ich verzeihe… ist mir nicht mehr wichtig… eine totale Gleichgültigkeit hat die Wut und den Haß abgelöst… so bin ich frei; und Er wird richten…

… jetzt kann ich die Zeit der Nachstellungen… sogar als Gewinn betrachten… im Nachhinein… dank meiner konsequenten und unnachgiebigen Haltung…
… der Schmutz, mit dem ich beworfen wurde, ist an mir abgeglitten… wirkt jetzt wie Dünger für eine erstarkende Pflanze… die so häufig gestutzt wurde… dass das Wurzelwerk dieser Pflanze… meines Lebensbaumes… so kräftig und umfassend weitläufig in der Erdenwelt verzweigt und verankert ist… dass der jetzt frei wachsende Baum einen sicheren Stand hat und auch anderen Schutz und Schatten zu geben vermag… und an einem gesunden Baum wachsen gesunde Früchte… die wohl schmecken und nähren…

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… und dann, du in der Erde vergrabener, du verwurzelter… dann hast du die Welt mit freien Augen und selbstbewusst gesehen, als du aus der Erde herauswuchsest…

… aber der Grund… der Garten, der dir zugeteilt ward… den zu bewirtschaften deine Aufgabe sei… an deren Ergebnis du gemessen wirst… war eine chaotische Steinwüste… voller Steine und Felsbrocken… die zum Teil noch wuchsen… weil die verleumderischen Lügen und ihre Folgen noch wirkten… waren die Steine und Felsbrocken doch die, mit denen ich belastet wurde, die mir im Weg lagen… in den Weg gelegt worden waren…

… aber nach und nach kehrte Ruhe ein… eine heitere Gelassenheit und Frieden… und ich wollte meinen Garten und seine Lage sehen können… und ich begann… die Steine umzuschichten… Ordnung ins Chaos zu bringen… und ich konnte die Steine als Baumaterial verwenden… so fügten sie sich zusammen… in ihren unterschiedlichsten Größen, Farben und Formen…

… Steine sind unterschiedlich… manche sind durchsichtig, glänzen und funkeln wie strahlende Leuchten, da sie jeglichen Lichtschein Tausendfach brechen und widerspiegeln… manche Steine sind leicht und atmen… andere haben Quelladern in sich… Steine bieten dir sicheren Tritt und lassen deine Feinde abgleiten und ausrutschen… schützen dich auch gegen die Unbill des Wetters…

… so ordneten sich die gewachsenen Unterschiede… die Steine… und… durch großen Druck hatten sie große Festigkeiten entwickeln können… so fühle ich mich jetzt geborgen durch all` die gewachsenen und vollendeten Steine… die wie bei einem dreidimensionalen Puzzle… sich zu einer Unterkunft… einem großzügigen Haus zusammenfügten… neben meinem wachsenden Lebensbaum… in meinem Garten… der an einem weiten ruhigen Wasser liegt…

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