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Lernfähigkeit
Dezember 2001
… wie man Schlagfertigkeit lernen kann, so kann man auch lernen, Träumen Richtung zu geben…

… vertraue Dir selbst, und laß Dich fallen, dann lernst Du zu träumen… so natürlich, wie Du Gehen und Sprechen gelernt hast…



… immer wieder wurde ich im Traum verfolgt… konnte mich nicht schnell genug bewegen… nicht wegkommen…

…irgendwann fiel mir ein, dass ich im Traum ja selbst das ganze Geschehen bin, also auch mein Verfolger… da verlor ich meine Angst…

… und ich ging im nächsten Traum ein kurzes Stück zurück auf meinem eigenem Weg… und verbarg mich in einem Hinterhalt… den Verfolger hab` ich einfach erschlagen… mit einem Knüppel… denn Verleumdung und Verfolgung sind schlimmer als Totschlag…

… und der Verfolger hat mich nie wieder verfolgt…



… wie Du einmalig bist, so ist auch Deine Seele einmalig…

… sie ist nicht recycelt… nicht ist Dein Körper wie ein Mantel um sie geschlungen…

… Du hast die Möglichkeit… Deine Anlage zu einer Seele zu entwickeln… Deine Seele zu pflegen und zu hegen… oder verkümmern zu lassen…

… eine starke Seele macht Dich frei…
… Du belohnst Dich selbst mit ihr…

… anderenfalls bestrafst Du Dich nur selbst… ob es Dir bewusst wird – oder nicht…

… darum gehöre zu den Gewinnern…



… eine Grippe trug mich aus Hamburg in einen Fiebertraum… nach Anatolien oder so… und ich blieb ich… und ich war Muslim…

… alles war selbstverständlich…

… auch das Angebot… eine katholische Exotin zu heiraten… denn hier im Ort war diese Frau irgendwie überzählig… und sie kam irgendwo aus den Niederlanden… ein Elternteil stammte wohl aus Surinam…

… aber das erfuhr ich erst später, als wir verheiratet waren… vorher durften wir ja nicht miteinander sprechen…

… vorher testeten die Alten Frauen sie auf ihre Unberührtheit… und verschleierten sie dann…

… nach negativen HIV-Tests heirateten wir… wie üblich… mit dem Laken im Fenster, danach… allen sichtbar…

… meine Sicht der Frauen war völlig neu… bestimmt bestimmend… bestimmt fordernd… bestimmt nehmend… im Traum… nach dem Traum war mein Fieber weg…



… ich schlief und träumte… und es war mir bewusst…

… deshalb kniff ich mich auch nicht, als plötzlich dieses edle Pferd an meinem Bett stand…

… natürlich besaß es ein außerordentliches Laufvermögen…

… ganz gegenwärtig ist mir jetzt mein Traum… wir gewöhnen uns schnell aneinander… es ordnet sich unter…

… ich begreife Vermögen und Unvermögen…

… sehe die Technik der feinen Form…

… zuerst reite ich im Garten… dann vertrauensvoll in der Wildnis… Vertrauen baut sich auf… gegen die Unsicherheit des Denkens…

… wichtig ist das Rennen… letztendlich… um das die Gedanken immer stärker kreisen…



… sie smilen mich an wie Menschen…

… die untoten Junkies…

… innerlich leergefressen von der Krallenraupe Sucht…

… ausgebrannte Innerlichkeit…

… und sie sprechen mit mir wie Menschen… aber fragt deren Eltern, die Freunde… die bestohlen, verraten und verkauft wurden…

… fragt Euch selbst…
… keine Diskussion…

… Ihr findet doch nur Tausend Antworten… die alle gelogen sind…

… fragt die Junkies selbst…

… Junky… ich betrüge Dich, wenn ich Dir vertraue… und dieses Wissen ist in Dir… und in mir…

… ich sehe treuherzige Augen… ich höre Deine sanfte einschmeichelnde Stimme… ich spüre Deine Überzeugungskraft… Show, menschlich anmutendes Marionettentheater… und Du, Junky, bist die Marionette… die Kralle Sucht aber zieht die Fäden…

… und Du bewahrst die Haltung, die Du schon lange nicht mehr hast…

… hättest Du noch den Stolz der Nichtsüchtigen… könntest Du den Ausstieg schaffen…

… und Dealer sind Mörder… und küß weiter Deine Mörder, Junky, wenn Ihr Euch zur Übergabe trefft… und willst Du es nicht…

… Deine Sucht küsst dankbar und froh dem Mörder die freundlich gespitzten Lippen…



… ein Hochhaus in Beirut… sechster Stock…

… ungehindert scheint die Sonne in den großen und hellen Raum… die Außenwand ist weggebombt… der Boden ist grau und glatt… nackter Beton…

… TV und Radio sind still… kein Strom…



… Europa… + Deutschland… + die Politik…

… alle europäischen Nationen sind Schiffe und Boote auf einem See… natürlich Flaggen + Statussymbole…

… 1997/1998…
… das deutsche Schiff ist das größte… die Flagge weht… das Statussymbol ist ein riesiger Stahlpenis… steif… ein Geschenk der Montanunion… zwischen den Beinen des dicken Kanzlers… der sitzt… und das Boot fährt den anderen Schiffen voraus…

…1998/1999…
… das deutsche Schiff ist immer noch das größte… die Flagge weht… der Penis steht… der kann ja gar nicht fallen… der ist ja aus Stahl… nur an der Ruderpinne sitzt keiner, weil alle im Schiffrumpf streiten und feiern… und Lafontaine… weg… und… und… es erscheint der neue Kanzler…

… am meisten feiert er sich selbst… und trägt sich selbst im Triumph auf dem Arm… sitzen kann er ja nicht; der Sitz ist zu groß… deshalb steht er… aber er kann sich am Penis festhalten… und Müntefering singt salbungsvolle Hymnen… und Struck macht Druck…

… und Fischer springt über seinen Schatten, der alte Pazifist, der… weißt Du… jetzt ist er knallhart… der Pazifismus wird mit der Keule in die Welt getragen… und Tschüß, Ihr Lieben alle, die Ihr da nacheinander das Schifflein verlasset…

… und das Schiff ist immer noch der dickste Pott in der europäischen Flotte… nur schwimmt es jetzt hinter den anderen her… da kann man mit ruhiger Hand auch nichts falschmachen… dazu noch im Gleichschritt mit der Guten Welt…

…2002…
… können wir wählen…
…von der Anlage her würde Angie passen, ja, Angie… denn die hat die besten Anlagen für einen dicken Arsch für den dicken Sitz… den Penis als Mast wird sie schon hinnehmen… denn der ist von der Montanunion…



… Gruppe von Jungnazis um ein Welpennest voll mischfarbiger Blendlinge… gescheckte… weiße… rote… schwarze…

… oh, die sind schön…
… oh, wie süß… ich will auch einen… ich auch… alle Welpen finden neue Herrchen, neue Frauchen… alle freuen sich… sind lieb zu den kleinen Mistbatzen… egal, welche Farbe die haben…

… Hundewelpen sind eben keine Menschenkinder…

… egal, wie die Farbe ist… Hunde kann man mögen… Menschen nicht?



Rezession im Ländle… Wirtschaftssterben…
… auch eine riesige Fabrikation hat es erwischt…

… alle sind weg, zuerst der Direktor, dann die übrige Direktion, die Verwaltung… die Produktionsarbeiter sind auch abgefunden…

… einzig die Kalfaktoren sind noch da und laufen hauptsächlich hin und her…

… manchmal kommen sie am Lotterbett des Direktors vorbei, mögen aber das verbliebene Menschlein auf dem Lotterbett nicht so richtig ansehen, vergessen lieber…

… auch, wenn das Lotterbett jetzt offen in der großzügigen LKW-Abfertigungshalle steht…

… ab und an bewegt sich das verbliebene Menschlein, das Objekt, auf dem Lotterbett, dann rasseln die Handschellen und die lange Kette…

… immer, nachdem sich das Sklavenwesen mit Nahrungsaufnahme oder Toilettengängen beschäftigt hatte, kettet es sich selbständig wieder an… seine Sicherheit…

… auch, wenn es die anderen verwirrt und verstört…

… eines Tages befreit das Sklavenwesen sich selbst, indem es sich einfach nicht wieder ankettet…

… und geht…

… ein Mensch…