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Nahostkonflikt / eine mögliche Lösung
April 2004
Gebannt schaut Ihr auf Israelis und Palästinenser. Alle, Ihr Zuschauer und die Genannten, alle habt Ihr Eure Standpunkte, die ich mit Waffengängen und Blutopfern und großem Geschrei in der Geschichte geschrieben sehe. Ihr seid alle tapfer über die Maßen, und Ihr redet von Hoffnung, und Ihr habt Pläne nach Euren jeweiligen Standpunkten.

Doch Ihr kommt nicht zusammen und werdet Euch einig. Nein, aneinandergekettet durch Ort, Zeit und Umstände kreist Ihr um wartende, lodernde Glut. Und Eure Rotationen werden schneller und schneller.
Alle seid Ihr für etwas und gegen das andere; Ihr habt Eure Prinzipien.

Bin ich der Einzige, der keinen parteiischen Standpunkt hat. Bin ich der einzige unparteiische Beobachter, der rechnet, der nur Gutes für beide Seiten will, der darum eine eigene Sichtweise hat, die Euch vielleicht die Lösung bringen mag.

Mein Wissen ist nur, dass wir alle zusammen die Gemeinschaft der Menschen sind, dass wir gemeinsame Wesen sind und dass es für die Gemeinschaft das Beste ist, wenn wir einander Wohl wollen.

Schaut mit mir in den Spiegel, der Zeiten, Orte und Parteien neutral wiedergibt, und lasst uns einen Anfang finden.

In den ersten gespiegelten Bilderfolgen sehe ich inmitten aus millionenfachem Tod, aus noch glühender Asche und aus wesend sich bäumenden Massengräbern die wenigen Überlebenden des Holocaust sich dahinschleppen. Redet nicht von Strafe und Sühne der Opfer. Zu schrecklich und zu weit jenseits aller Vorstellungen eines Einzelnen und seiner Gemeinschaft sind das einzelne und gemeinsame Siechen und Sterben, zu grauenhaft sind die Eindrücke jedes Einzelnen und seiner Gemeinschaft.

Wie sehen die Überlebenden aus, fast skelettiert; noch zeichnen Striemen, Einschusslöcher und schwelend glimmende Male und sickernd blutende Wunden Körper und Glieder – und die Seelen, den Verstand und das Bewusstsein der Einzelnen und ihrer Gemeinschaft. Sie sind vollkommen geprägt und wie verschweißt in diese Wissenswüsten.

Der Spiegel zeichnet in nächsten Bildern die Unfähigkeiten der Weltenvölker, diese Kranken und Geschundenen aufzunehmen und aufzufangen, sie zu pflegen, sie zu trösten.

Neues Unrecht spiegelt sich, als die Palästinenser mit falschen Versprechungen und Drohungen wie mit eisernem Besen aus ihrem Land gekehrt werden, damit die den Holocaust überlebenden Juden sich ansiedeln können, ein endgültiges Zuhause finden und sich regenerieren und aufbauen können.

Diese Juden sind schwerkranke Gäste, die in ein Gastland kommen und gebracht werden und sich dort einfinden.

Ist der Widerstand der „unfreiwilligen und überforderten Gastgeber“ gegen diesen unaufhaltsamen Einzug der Vielen und ihrer sich solidarisch mit ihnen Verbündenden anfänglich noch gering, wird er bald heftiger und heftiger. Heute gleicht das geteilte Land äußerlich mehr und mehr einem Konzentrationslager mit blutiger und ständiger Brutalität und zermürbender Ungewißheit, mit wachsenden Mauern und Zäunen, mit spärlichen oder ganz versagten Rationen für die Schwächeren und Unterdrückten, für die Vertriebenen. Die Schwächeren sind die Vertriebenen, diese Brüder und Schwestern mit den gleichen Blutahnen schon seit Abraham. Und die Schwächeren sind auch die Juden selbst in Ihrer unverheilten gemeinsamen Erfahrung. Und die Schwächeren sind die Kinder beider Seiten, die mit Geburt und Heranwachsen schon durch die Standpunkte geprägt werden, geprägt werden in die unausgeheilten und sich vervielfältigenden Krankheiten und Folgekrankheiten, die ihren Ursprung in dieser unausweichlichen Brutalität im Herzen Europas in den Konzentrationslagern fand.

Und in beiden Gruppen ist die Sehnsucht nach dem Land der gemeinsamen Väter.

Die heutigen Nachkommen sind zweigeteilt; da sind einmal die mit dem unausweichlich erfahrenen Wissen der Naziopfer, die jetzt als eingereiste und eingebürgerte und immer noch nicht gesunde Opfer zu Tätern an den Palästinensern werden, ihren eigenen Geschichtsgeschwistern, die nun vertrieben sind, zu Opfern gemacht. Aus der kranken Erfahrung heraus sollen die Geschwister vertrieben, abgezäunt, in Lager getrieben, bestraft und beherrscht werden. Die eigene Krankheit sagt den Juden, dass sie so handeln müssen.

Erneut und wieder mit dem Wissen aller Weltenvölker schreitet diese Krankheit weiter fort, schon werden die neuen Opfer in Täterrollen gepresst.

Zur gleichen Zeit zeigt mir der Spiegel in seinem Bild zwei Leute nach Jerusalem reisen. Der eine Mensch ist alt und gebrechlich und bereits vom nahen Tod gezeichnet und jüdisch, und er kommt ins Land der Väter, um zu sterben.
Der andere Reisende ist jung und kräftig und palästinensischer „Gotteskämpfer“ mit Sprengstoffgürtel, und er kommt ins Land der Väter, um zu sterben.
Beide glauben an den Gott Abrahams, berufen sich auf Ihn. Beide beten zu Ihm.



Und einen Teil dieses Landes nennt Ihr Israel, was Gottestreiter heißt; die Einwohner begrüssen sich und Euch mit dem Wort Schalom, was Frieden heißt.
Andere Teile dieses Landes wollt Ihr Palästina nennen, das früher einmal Kanaan oder gelobtes Land hieß; die Bewohner sind zum großen Teil Muslime, was die Gottergebenen heißt. Sie sagen, ihre Religion ist der Islam, das bedeutet Hingebung an Gott, und sie begrüßen sich mit Salam. Dieser Gruß ist dem Schalom verwandt; er beinhaltet den Wunsch nach Wohlergehen und ist positiv.
Also habt Ihr beiden Streitparteien den Einzigen Gott, auf Den Ihr Euch beruft, Ihr habt das gleiche Blut und seid Verwandte unter den Völkern.



Während im Herzen Europas mit dem Ende des Neunzehnten Jahrhunderts das Unheil der Juden spätestens mit der Geburt Hitlers seinen Lauf nahm, fand sich etwa zur gleichen Zeit in Asien ein Mensch, der es wagte, den Heiligen Koran mit der Behauptung verändern zu wollen, Prophet und Gesandter zu sein, der verheißene Paraklet zu sein, der Helfer und Tröster nach Neuem Testament und Koran. – Aber dieser Mensch war nur ein Periclytos, ein Gepriesener seiner selbst und seiner Anhänger.

Ließ Gott nicht – laut Koran – Mohammed sich einen Propheten nennen, der sagte, es gebe keinen Unterschied zwischen den Propheten in ihrer Stellung vor den Menschen. Wie kann sich einer dann selbst ernennen und glauben, dass er damit vor den Gläubigen auf Dauer durchkommt.

Hier nur ein, zwei Beweise laut Koran, verbindlich für die Muslime:

Mohammed sagt: „Ich bin nicht der Vater Eurer Männer…“ – und schließt so weltliche Glaubens – Erbfolgen aus. Bei dem sich selbst Preisenden aber sehen wir einen Familienanspruch auf Erbfolge. Und einer aus dieser Dynastie verrät sich selbst in einem Vorwort zum Koran mit der Behauptung, dass letztlich alle Menschenseelen erlöst werden.
Genau gegensätzlich spricht Mohammed im Auftrag Gottes in der ewig gültigen Vorwegnahme:

„Der, der Übles erworben hat und darin verstrickt bleibt, der bleibt auch auf ewig im Feuer.“ ( 2,81 )

In 3, 23 + 24 wird der Koran ganz deutlich: „Die sich aber abwenden und sprechen, dass das Feuer sie höchstens einige Tage berührt, sind durch ihren eigenen falschen Glauben irregeführt.“

Das genügt schon.



Jetzt ist besser zu verstehen für alle wahren Muslime, dass in und aus diesem veränderten Glauben zum Islam und in und aus diesem Teil der Welt die selbsternannten Gotteskrieger sich selbst weiter irreführen. Und viele folgen ihnen weg von Wahrheit, Geduld, Wohlwollen und Gerechtigkeit bis hin zum Terrorismus. Übereifer, Haß und Gewalt werden so dem Islam zugeschrieben. Das ist nicht richtig.
Aber die Verführten folgen den Verführern, ihren übereilten Fatwas und gehen so selbst in die Irre, weg vom Koran. Allüberall weiten sich Gewaltpotentiale weiter aus, in Palästina, Irak, Afghanistan, Pakistan u.s.w…

Die Buddhisten und Hindus nennen diese Irregeleiteten „Crazy Moslems.“ Es stimmt, was aus solcher Schulung hervorgeht, folgt nicht dem Koran, nein, die vorgeschriebene Führung durch den Koran wird missachtet. Diese Krieger schreien; ermahnte aber nicht bereits Lukmann seinen Sohn, nicht die Stimme zu erheben, da nichts schlimmer sei als Eselsgeschrei.

Und spricht nicht der Koran an anderer Stelle, dass der Mensch aus Übereilung gemacht ist, während Gott wohl Seine Zeichen zeigen wird, aber sich verbittet, nach Euren Wünschen übereilt handeln zu sollen.



Zurzeit ist der Wahre Islam wie verhüllt, die Sonnenstrahlkraft Mohammeds ist vielen Menschen verdunkelt – und der gemeinsame Mond der arabischen Regionen ist zerbrochen.

So sind die einfachen Gläubigen häufig verunsichert und anfällig in ihrer Not und unter den Israelis immer tiefer in die undankbare und Gewalt fördernde Opferrolle verstrickt. So bietet dieser verfälschte Islam keinen Schutz, weil er, wie aufgezeigt, die Palästinenser noch – Lage verschärfend – weiter irreführt. Wie soll da den Palästinensern in ihrer Schmach Hilfe kommen.

Deswegen sind sowohl die Juden als auch die Palästinenser jetzt wie an einer Kette angeschweißt, und deswegen dreht Ihr Euch beide, Juden und Palästinenser, um das Feuer,, das Ihr beiden Kranken, Ihr beiden Misshandelten und Getretenen, weiter anfachen werdet, anfachen müsst. Wie automatisch werden die Ereignisse häufiger und schneller und schlimmer werden.

Und unter ausdrücklicher Berufung auf diese verfahrene und unglückselige Konstellation blüht weltweit die blutrote Blume des Terrors.



Gibt es Hilfe, die hilft?

Ja, lasst ab von Gewalt, beweint Euch und Eure Opfer, und spült mit den Tränen die Bitternis aus Euren Seelen.

Findet zueinander in Frieden, den Ihr beide wollt, und der der gesunden Vernunft des Menschen entspricht. In jedem Menschen liegt doch das ungeschriebene Wort, das den Worten der Schöpfung, der Wahren Propheten und der Heiligen Schriften entspricht.

Schalom und Salam – erkennt das Wie des Möglichen, das für Euch nur in einem gemeinsamen Staat liegen kann, in dem Ihr Euch auffangen und helfen könnt. Und lasst Euch helfen einerseits von der übrigen Welt, lasst Euch aber gleichzeitig nicht dreinreden von der übrigen Welt.

Nur durch die gemeinsame Aufarbeitung der gegenwärtigen und vergangenen Gewalt und Eurer Erfahrungen werden die Wunden auf Dauer verheilen können.

Mit Trennungen durch Zäune und Mauern jedoch verstrickt Ihr Euch weiter, werdet einander Wesens fremder und Hass erfüllter wieder Gewalt auf Gewalt häufen bis hin zu Eurer gegeneitigen Vernichtung.

Fragt Eure Alten und Schwachen, fragt Eure Frauen und Kinder, fragt Euch selbst.

Und vertraut Euch selbst.